Im Rahmen unserer Aktionswoche vom 30.05. - 4.06. zum Thema Gentechnik zeigen wir am 31.05. um 20:00 Uhr in der Wittlager Mühle den Film "Árpád Pusztai - Whistleblower" von Bertram Verhaag. Der Eintritt ist frei.
Im August 1998 gibt der führende Wissenschaftler für Nahrungsmittelforschung, Dr. Árpád Pusztai, im britischen Fernsehen ein kurzes Interview. Er erklärt, dass er zwar an den segensreichen Nutzen der Gentechnik bei Nahrungsmitten glaube, aber vor der Zulassung unbedingt Langzeittests durchgeführt werden müssten.
Nach dem bisherigen Wissensstand würde er keine gentechnisch veränderten Nahrungsmittel essen. Seine Gründe für diese Äußerung sind einfach - er hat Testreihen durchgeführt, in denen Ratten mit einer genetisch veränderten Kartoffel gefüttert wurden. Sie erlitten gravierende Organveränderungen, Entzündungen, Immunschäden und verzögertes Wachstum.
Pusztais Erklärung platzt wie eine Bombe in die Goldgräberstimmung der Gentec-. Nahrungsmittelindustrie. Zu dem Zeitpunkt ernähren sich die amerikanische und die britische Bevölkerung bereits zu zwei Drittel von Lebensmitteln, die gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten - ohne irgendetwas davon zu ahnen. Pusztai weiß davon und hat diese Tatsache im Auge, als er sein Interview gibt.
Innerhalb weniger Stunden ist Pusztai in heftigstem politischen Kreuzfeuer. Es wird ihm verboten, sich weiter zu seinen Forschungen zu äußern. Seine Unterlagen werden konfisziert, der Zugang zu seinen Labors versperrt. Wenig später erhält er die Kündigung und wird aus dem nationalen Wissenschaftsgremium, der Royal Society, ausgeschlossen. Druck von höchsten politischen Instanzen erwirken innerhalb weniger Tage Árpád Pusztais persönlichen und beruflichen Ruin. (Denkmal-Film 2010).
Aus aktuellem Anlass: Wir haben unsere Kunden in den letzten Wochen auf eine Petition an den Bundestag aufmerksam gemacht. Alle Unterzeichner gemeinsam fordern, dass sich die Bundesregierung in Brüssel für ein EU-weites Anbau-Moratorium für gentechnisch veränderte Pflanzen einsetzt und außerdem in Deutschland die rechtlichen Voraussetzungen für regionale Anbauverbote schafft.
Herausgekommen ist ein klares Signal der Bevölkerung für gentechnikfreie Lebensmittel: Innerhalb von nur drei Wochen haben sich mehr als 64.000 Bürgerinnen und Bürger der Petition "Zulassungsbegrenzung/regionales Anbauverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen" angeschlossen, am Ende Mitte Mai waren es sogar mehr als 100 000 Mitzeichner, und damit eine der bisher erfolgreichsten Petitionen an den deutschen Bundestag!
Weitere Aktionen und Verkostungen erwarten Sie in der Woche vom 30.5. bis 4.06.2011. Wir bieten jeden Tag in der Aktionswoche ein kostenloses Probierfrühstück mit Kaffee und vielfältigen Verköstigungsmöglicheiten ab 9.00 Uhr an. Mittags wird es ganz im Sinne unserer Vielfaltswoche deftiges zum Probieren geben. Genießen Sie die Vielfalt - Bio kann mehr. Für nähere Informationen sprechen Sie uns an.
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Natürliche Vielfalt ohne Gentechnik
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